8. November 2025 bis 12. April 2026 | Forum Frohner, Krems
Mit Frohner Expressiv widmet das Forum Frohner seine Herbstausstellung dem Spätwerk von Adolf Frohner (1934–2007). Der Künstler zählt zu den prägenden Stimmen der österreichischen Nachkriegsmoderne. Die Schau richtet den Fokus auf jene Schaffensphase, in der Frohner seine expressive Malerei und Zeichnung noch einmal neu denkt und in kraftvolle Form verdichtet.
Späte Konzentration auf Figur und Malerei
Frohners Arbeiten der 1980er- und 1990er-Jahre markieren einen Wendepunkt. Mit großformatigen Gemälden entwickelt er eine neue Perspektive auf die Verbindung von Körper und Bildraum. Seine farbliche Konzentration auf Rot, Schwarz und Weiß schärft den Ausdruck und verweist auf zentrale Themen menschlicher Existenz.
Die spontane Geste, die sein Werk von Beginn an prägt, bleibt präsent – wird jedoch kontrollierter, bewusster und gewinnt im späten Werk an inhaltlicher Tiefe.
Wilde Malerei und der Zyklus „Schmetterling metamorph“
Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist Frohners monumentaler Bildzyklus Schmetterling metamorph. Unter dem Motiv der Verwandlung greift Frohner hier das Prinzip des Übergangs auf und formt es in eine vielteilige Bildsprache. Die expressive Malerei erreicht in diesen Werken einen Höhepunkt, der das Veränderliche und Fragile ebenso sichtbar macht wie die innere Kraft des Motivs.
Erstmals wird diese Schaffensperiode in einem umfassenden Zusammenhang gezeigt – ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis von Frohners später Entwicklung.
Kuratorische Handschrift
Kuratiert wurde die Ausstellung von Elisabeth Voggeneder, die Frohners spätes Werk in eine klare Dramaturgie bettet und dessen formale und thematische Linien präzise herausarbeitet.

