Im Bann der Zauberflöte – Slevogt, Kokoschka, Hutter, von Huene

Im Bann der Zauberflöte Ausstellung

7. November 2025 bis 14. Juni 2026 | Museum der Moderne Salzburg, Rupertinum

Zum 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart widmet das Museum der Moderne Salzburg eine umfangreiche Ausstellung der Frage, wie intensiv und vielgestaltig seine Oper Die Zauberflöte Kunstschaffende über Generationen hinweg inspiriert hat. Unter dem Titel Im Bann der Zauberflöte treten vier Künstlerpersönlichkeiten in einen Dialog, deren Werke das musikalische Bühnenwerk auf sehr unterschiedliche Weise spiegeln: Max Slevogt, Oskar Kokoschka, Wolfgang Hutter und Stephan von Huene.

Die Oper als künstlerisches Echo über Jahrzehnte hinweg

Die Zauberflöte zählt weltweit zu den am häufigsten aufgeführten Opern. Ihre Mischung aus Märchen, Philosophie und Musik hat stets Impulse ausgelöst, die weit über das Musiktheater hinausreichen. Die Ausstellung zeigt, wie diese Impulse sich in Malerei, Grafik, Bühnenkunst und Klanginstallation verwandeln – und wie stark die Oper gerade in visuellen Künsten fortwirkt.

Max Slevogt – Illustrationen voller Hingabe

Max Slevogt schuf seine berühmten Illustrationen zur Zauberflöte mit tiefem Respekt vor Mozarts Werk. Seine Blätter verbinden Leichtigkeit mit erzählerischer Intensität. Sie gelten bis heute als eine der stärksten bildkünstlerischen Interpretationen der Oper.

Oskar Kokoschka – Bühnenkunst für die Salzburger Festspiele

Oskar Kokoschka arbeitete wiederholt für die Salzburger Festspiele und entwickelte für Die Zauberflöte farbintensive Bühnenentwürfe und expressive Kostüme. Seine Arbeiten holen die emotionale Wucht des Singspiels in eine dramatisch gesteigerte Formensprache.

Die Ausstellung zeigt zentrale Entwürfe, die Kokoschkas Handschrift deutlich erkennen lassen: impulsiv, kraftvoll und bildnerisch grenzenlos.

Wolfgang Hutter – Fantastische Welten für die Grazer Oper

Wolfgang Hutter entwarf für die Grazer Oper eine visuelle Umsetzung der Zauberflöte, die von seiner Liebe zu farbigen, ornamentreichen und märchenhaften Landschaften geprägt ist. Exotische Pflanzen, phantastische Wesen und leuchtende Bildräume prägen seine Interpretation und verleihen der Oper ein märchenhaftes Gepräge.

Stephan von Huene – Die Frage nach dem Zauber

Stephan von Huene stellte sich nach einer Salzburger Inszenierung die Frage, wo der Zauber dieser Oper eigentlich liegt. Seine Antwort formte er zu einer Klangskulptur, die Sehen, Hören und körperliche Wahrnehmung miteinander verschränkt. Aus Geräusch, Rhythmus und Bewegung entsteht ein Erlebnis, das die Oper auf eine sinnlich experimentelle Ebene überträgt.

Die Installation gehört zu den Höhepunkten der Ausstellung und bringt eine völlig neue Dimension in die Betrachtung von Mozarts Werk.

Ein vielschichtiges Bild der Zauberflöte

Gemeinsam zeigen die Werke der vier Künstler, wie vielseitig sich Mozarts Oper interpretieren lässt. Malerei, Grafik, Bühnenbildentwurf und Klangobjekt treten in Beziehung und zeichnen ein Panorama, das von historischer Reverenz bis zu zeitgenössischer Reflexion reicht.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Barbara Herzog.

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