Ein Konzertsaal mit Geschichte
Mitten in der Wiener Innenstadt, nur wenige Schritte vom Stephansdom entfernt, liegt ein Ort, der Klassik nicht als großes Spektakel versteht, sondern als persönliche Begegnung: die Sala Terrena im Deutschordenshaus.
Hier finden die Konzerte des Mozart Ensemble Wien statt – in einem der ältesten erhaltenen Konzertsäle der Stadt.
Das historische Gewölbe schafft eine Atmosphäre, die man in modernen Sälen kaum findet: Nähe zur Musik, unmittelbare Akustik und ein Raum, der nicht distanziert, sondern verbindet.
Kammermusik in konzentrierter Form
Die Konzerte sind bewusst kompakt gehalten. Rund 60 Minuten stehen ganz im Zeichen der Wiener Klassik – ohne Pause, ohne Ablenkung, ohne unnötige Inszenierung.
Dieses Format richtet sich sowohl an Wien-Besucher als auch an Einheimische, die klassische Musik in hoher Qualität, aber zeitgemäß erleben möchten.
Im Mittelpunkt stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, ergänzt durch Komponisten der Wiener Klassik wie Haydn oder Zeitgenossen, die den musikalischen Kontext erweitern.
Das Mozart Ensemble Vienna
Gespielt wird von Mitgliedern des Mozart Ensemble Vienna, einem Kammermusikensemble, das sich ganz der Wiener Klassik verschrieben hat. Die Programme wechseln zwischen Streichquartett, Divertimenti, Serenaden und großen Kammermusikwerken – stets kuratiert und auf den Raum abgestimmt.
Die Nähe zwischen Musiker:innen und Publikum ist Teil des Konzepts: keine Distanz, kein Podest, kein formales Ritual. Die Musik steht im Raum – und wirkt direkt.
Claudio Bentes und die Idee dahinter
Gegründet wurden die Konzerte 1998 von Claudio Bentes, Geiger und künstlerischer Leiter des Mozarthauses. Seine Ausbildung führte ihn von Rio de Janeiro nach Österreich, mit Studien in Graz, Klagenfurt und Wien.
Sein Ansatz ist klar: Wiener Klassik soll nahbar, authentisch und handwerklich präzise präsentiert werden – im historischen Rahmen, aber mit zeitgemäßem Zugang.
Unter seiner Leitung entwickelte sich die Konzertreihe zu einem fixen Bestandteil der Wiener Kulturlandschaft mit über 200 Aufführungen pro Jahr. Besonders im Mozartjahr 2006 setzte Bentes ein internationales Zeichen, als er im Rahmenprogramm des Wiener Neujahrskonzerts für Nordamerika und Kanada auftrat.
Ein verlässliches Kulturerlebnis in der Innenstadt
Die Konzerte finden ganzjährig statt und folgen einem klaren Rhythmus:
– Dienstag bis Freitag sowie Sonntag um 20 Uhr
– Samstag um 18 Uhr
– Montag ist spielfrei
Diese Regelmäßigkeit macht das Mozarthaus zu einer der verlässlichsten Adressen für klassische Musik in Wien – ideal auch für kurzfristige Konzertbesuche.
Mehrsprachige Informationen, barrierefreier Zugang und persönliche Betreuung sorgen dafür, dass sich Gäste aus aller Welt ebenso willkommen fühlen wie Wiener:innen.
Warum dieser Ort besonders ist
Die Sala Terrena ist kein großer Konzertsaal, kein touristisches Großformat und keine Kulisse. Sie ist ein Raum, in dem Musik und Architektur auf Augenhöhe wirken.
Wer Mozart nicht nur hören, sondern spüren möchte, findet hier eine der authentischsten Möglichkeiten, Wiener Klassik im Originalkontext zu erleben – ruhig, konzentriert und ohne Pathos.

