Am Judenplatz, einem der ältesten Plätze der Wiener Innenstadt, liegt das Museum Judenplatz, ein Ort, der Erinnerung und Geschichtsvermittlung eng miteinander verbindet. Als zweiter Standort des Jüdischen Museums Wien wurde es im Jahr 2000 eröffnet.

Ausgrabungen einer mittelalterlichen Synagoge

Im Untergeschoß des Museums liegen die Ausgrabungen der mittelalterlichen Synagoge, die bis zum Pogrom von 1421 das Zentrum der Wiener jüdischen Gemeinde bildete. Die freigelegten Grundmauern vermitteln einen unmittelbaren Eindruck vom jüdischen Leben im mittelalterlichen Wien.

Erinnerung am Judenplatz

Direkt vor dem Museum steht das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah von Rachel Whiteread, eine begehbare Betonskulptur in Form einer nach außen gewendeten Bibliothek. Museum und Mahnmal bilden gemeinsam einen Ort, der Geschichte, Gedenken und Bildung miteinander verknüpft.

Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens

Ausstellungen im Museum erzählen die Geschichte der Wiener jüdischen Gemeinde vom Mittelalter bis in die Gegenwart, ergänzt durch Dokumentationen zu den Auswirkungen der Schoah auf das jüdische Leben in Wien. Ein Besuch des Museum Judenplatz ist damit sowohl eine historische als auch eine bewegende menschliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt.

Museum Judenplatz
Judenplatz 8, 1010 Wien
jmw.at