Im 9. Wiener Bezirk Alsergrund verbindet die Strudlhofstiege die höher gelegene Strudlhofgasse mit der tiefer liegenden Liechtensteinstraße. 1910 nach Plänen von Theodor Johann Jaeger erbaut, gilt sie als eines der schönsten Beispiele des Wiener Jugendstils und trägt ihren Namen nach dem nahegelegenen Strudelhof, einem ehemaligen Barockpalais des Malers Peter von Strudel.

Drei Rampen aus Mannersdorfer Kalkstein

Die Anlage besteht aus drei Rampen mit insgesamt 58 Stufen, gefertigt aus Mannersdorfer Kalkstein. Ein zentraler Brunnen mit einer Kopfmaske als Wasserspeier und eine mosaikverkleidete Nische zählen zu den charakteristischen Details, ebenso die geschwungenen grünen Geländer und die eleganten Laternen entlang der Treppe.

Ein literarischer Ort

Weltweite Bekanntheit erlangte die Treppe durch Heimito von Doderers Roman „Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre" aus dem Jahr 1951. Seit der Renovierung 1962 erinnert eine Gedenktafel mit einem Doderer-Gedicht an diese literarische Verbindung. Erreichbar ist die Strudlhofstiege zu Fuß von den U-Bahn-Stationen Schottentor und Währinger Straße-Volksoper.

Strudlhofstiege
Strudlhofgasse, 1090 Wien