Kaum ein Bild steht so sehr für Wien wie der Fiaker, die zweispännige Pferdekutsche, die seit Jahrhunderten durch die Innenstadt rollt. Zwischen Stephansdom, Hofburg und Ringstraße hat sich diese Art des Reisens bis heute erhalten, langsamer als jedes Verkehrsmittel, aber genau deshalb ein eigener Blick auf die Stadt.

Tradition seit dem 17. Jahrhundert

Der Name Fiaker geht auf den Pariser Hôtel de Saint Fiacre zurück, von dem aus im 17. Jahrhundert die ersten Mietkutschen verkehrten, in Wien etablierte sich das Gewerbe rasch als eigene Zunft mit eigenen Standplätzen und Traditionen. Über die Jahrhunderte wurde der Fiaker zur festen Institution des Wiener Stadtbilds, besungen in Liedern und verewigt in unzähligen Fotografien der Ringstraße.

Die Standplätze in der Innenstadt

Die klassischen Warteplätze der Fiaker liegen am Stephansplatz, am Michaelerplatz vor der Hofburg, am Albertinaplatz und am Heldenplatz. Von dort aus führen die Routen vorbei an den zentralen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt, oft mit kurzen Erklärungen der Kutscher zu Gebäuden und Geschichten am Weg.

Zwischen Tourismus und Tierschutz

Die Fiakerbranche steht seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Tradition und Tierschutz, mit klaren Vorgaben zu Arbeitszeiten, Hitzegrenzen und Ruhepausen für die Pferde, die von der Stadt Wien und Tierschutzorganisationen laufend überprüft werden. Wer heute in einen Fiaker steigt, erlebt damit nicht nur ein Stück Wiener Geschichte, sondern auch ein Gewerbe, das sich stetig an zeitgemäße Standards anpasst.

Wiener Fiaker
Standplätze: Stephansplatz, Michaelerplatz, Heldenplatz
fiaker.info