Zwischen Karlskirche und echtem Wien
An der Ecke Gußhausstraße und Karlsgasse, nur wenige Schritte von der Karlskirche entfernt, liegt ein Wirtshaus, das Wiener Küche nicht neu erfinden will – sondern sie sorgfältig weiterdenkt.
Das Wiener Wiazhaus verbindet klassische Hausmannskost mit zeitgemäßer Handschrift und schafft damit einen Ort, der gleichermaßen Einheimische wie Besucher anspricht. Gemütlich, bodenständig, herzlich – und kulinarisch klar positioniert.
Klassiker mit Haltung
Die Speisekarte liest sich wie ein Streifzug durch die Wiener Küche – allerdings ohne nostalgische Schwere. Hier stehen Gerichte auf dem Tisch, die man kennt und schätzt, präzise gekocht und auf Qualität fokussiert.
Zu den Fixpunkten zählen das Wiener Schnitzel vom Kalb, knusprig und sauber ausgebacken, der Tafelspitz mit Apfelkren, klassisch serviert, sowie Schweinsbraten im Natursaftl mit jener Selbstverständlichkeit, die nur echte Wirtshäuser haben. Auch der Zwiebelrostbraten vom Simmentaler Rind zeigt, dass gutes Fleisch und handwerkliche Küche hier ernst genommen werden.
Ein Signature Dish ist das Wiazhaus-Pfandlgulasch: kräftig, saftig, mit Spiegelei und Semmelknödel – ein Gericht, das man nicht teilt, sondern genießt.
Backhendl, Backfleisch und Wiener Seele
Das Wiener Backhendl mit frittierter Petersilie gehört ebenso zu den Favoriten wie das Alt-Wiener Backfleisch. Beides steht exemplarisch für eine Küche, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf Geschmack, Textur und Verlässlichkeit.
Hier wird gekocht, wie Wien schmeckt – ehrlich, kräftig, ohne Umwege.
Zeitgeist auf dem Teller
Das Wiener Wiazhaus beweist, dass klassische Wirtshausküche und zeitgemäße Ernährung kein Widerspruch sind. Vegetarische und vegane Gerichte sind keine Randnotizen, sondern bewusst komponierte Alternativen.
Vegane Kürbislaibchen mit Granatapfel-Vinaigrette, karamellisierte Krautfleckerl mit Rote-Rüben-Rahm oder ein Kürbisrisotto mit steirischem Kernöl bringen Leichtigkeit und Farbe auf den Tisch, ohne den Wiener Charakter zu verlieren. Tradition wird hier nicht verdrängt, sondern ergänzt.
Süße Klassiker mit Nostalgiefaktor
Zum Abschluss bleibt das Wiazhaus seiner Linie treu. Wiener Apfelstrudel mit Vanillesauce, das hausgemachte Schokohupferl mit Weichseleis oder die Wachauer-Mariandl-Palatschinken mit Marillenlikör sind Desserts, die Erinnerungen wecken – und genau deshalb funktionieren.
Begleitet wird das Ganze von einer bodenständigen Weinauswahl, in der Grüner Veltliner und Zweigelt ihren fixen Platz haben.
Ein Wirtshaus, das Wien versteht
Das Wiener Wiazhaus ist kein Ort für große Inszenierungen. Es lebt von Atmosphäre, Verlässlichkeit und einer Küche, die ihre Wurzeln kennt. Wer Wiener Küche sucht, die respektvoll mit der Tradition umgeht und dennoch im Heute angekommen ist, findet hier einen jener Plätze, an die man gerne zurückkehrt.

